Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Nach jahrzentelangem Engagement in Afrika erfüllte sich Nelly Näf diesen Sommer einen Kindheitstraum: Sie unterrichtete Englisch in Schulen im Westen der Mongolei.
Lütisburg/Mongolei «In jungen Jahren reiste ich mit dem Rucksack um die Welt», erzählt Nelly Näf. «Nach dem Ende meiner beruflichen Laufbahn reiste ich nach Nairobi, Afrika, und unterstützte dort sieben Jahre ein Projekt», fügt die pensionierte Human-Resources-Fachfrau hinzu. Ihr Engagement für Afrika blieb bestehen und so gründete Näf vor über zehn Jahren den Verein Freunde Kenias. Dass sich die Lütisburgerin in der Mongolei engagieren würde, hätte sie bis vor wenigen Monaten nicht gedacht: «Eine Dame fragte mich bei einem Wohltätigkeitsevent für «Freunde Kenias» an, ob ich für ein Sommerprogramm der Nonprofit-Organisation (NGO) Altai Blue Horizon Kindern und Jugendlichen Englisch beibringen wolle. Nach einiger Überlegung sagte ich zu.» Das Unterrichten war für Nelly Näf schon immer ein Traum: «Als Kind wollte ich Lehrerin werden.» Durch ihren Beruf und die Arbeit in Kenia sammelte die Lütisburgerin bereits Erfahrungen. Zudem, so Näf, habe sie eine Ausbildung als Erwachsenenbildnerin abgeschlossen.
Als eine von sechs Freiwilligen reiste die Lütisburgerin diesen Sommer für einen Monat in den äussersten Westen der Mongolei. «Als Überbleibsel aus dem sowjetischen Schulsystem haben die staatlichen Schulen dort von Juni bis August Sommerferien», weiss Näf. Um die weniger privilegierten Kinder zu beschäftigen, bietet die NGO ein Programm an. «Sehr viele Kinder bewerben sich um einen Platz. Nur ein Bruchteil kann jedoch teilnehmen», betont die Lütisburgerin. Für Näf ging es während vier Wochen in zwei Schulen, eine in Ölgii sowie eine weitere in Nogoonnuur, wo sie Kinder und Jugendliche von 11 bis 15 Jahren unterrichtete. Unterkunft fand sie jeweils bei einer Gastfamilie, sagt die Pensionärin.
«Vor Ort arbeiteten wir mit den lokalen Lehrpersonen zusammen», sagt Nelly Näf. Man versuchte, neue Unterrichtsmethoden und spielerisches Lernen zu vermitteln: «Die Vorschläge wurden gut angenommen und umgesetzt.» Die Arbeit mit Kindern und Lehrpersonen erlebte Näf als sehr freundlich. «Aufgrund meines Alters», vermutet die Pensionärin, «wurde mir viel Respekt entgegengebracht, bei Kollegen war das manchmal anders.» Ihre Schülerinnen und Schüler bastelten für die Lütisburgerin zum Abschied Dankeskärtchen. «Sie erinnern mich an die schöne Zeit und die tollen Bekanntschaften.»
Für die Zukunft, so Näf, sei geplant, dass auch der Staat einen Teil des Sommerprojekts finanziere: «Das Gespräch mit der Regierung lief gut», erinnert sie sich. «Es benötigt Fingerspitzengefühl und sicherlich noch weiter Treffen», so Näf. Die Finanzierung des Projekts werde heute von der Altai Blue Horizon übernommen. Einen weiteren Sommer als Teil des Projekts möchte sie nicht ausschliessen: «Einen weiteren Einsatz ziehe ich in Erwägung», schmunzelt die Lütisburgerin.
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