Cornelia Scheiwiller
stellt das Konzertprogramm 2026 im Kloster Fischingen vor.
Der Bienenzüchterverein Untertoggenburg zählt heute 150 Mitglieder mit 1500 Bienenvölkern.
Im Vereins-Domino stehen Vereine aus dem Einzugsgebiet der «Wiler Nachrichten» im Fokus. Diese Woche stellt sich der Bienenzüchterverein Untertoggenburg vor. Die Fragen hat der Präsident Stefan Aubert (55) beantwortet.
Niederbüren Stefan Aubert, wann wurde Ihr Verein gegründet und von wem?
Der Verein wurde am 3. Januar 1869 von einigen besonders aktiven Imkern im Restaurant Rose, Botsberg, Flawil, gegründet. Präsident war Jakob Wiget.
Wie viele Mitglieder hatte der Verein bei seiner Entstehung und wie sieht dies heute aus?
Im Gründungsjahr hatte der Verein 41 Mitglieder mit 372 Bienenvölkern. Der Honigpreis lag bei 3.60 Franken pro Kilogramm. Aktuell sind wir rund 150 Mitglieder mit 1500 Bienenvölkern. Der Honigpreis liegt bei 32 Franken pro Kilogramm.
Welche Altersklassen sind in Ihrem Verein anzutreffen?
Zwischen 28 und 90 Jahren sind alle Altersklassen vertreten.
Wie lautet das Motto des Vereins?
Der Wahlspruch im Gründungsjahr lautete: «Ihr Imker im Lande, vereint die Kraft, vermehrt von den Bienen die Kunde. Was einer vereinzelt wohl ewig nicht schafft, gelingt uns nur im fröhlichen Bunde.» Wir verschreiben uns der Haltung und Zucht der Honigbienen, engagieren uns aber auch für Naturschutz und Biodiversität. Die Honigqualität muss in jedem Fall hoch gehalten werden.
Welchen grossen Event besuchte der Verein zuletzt?
Eine kleine Delegation besuchte im April die Delegiertenversammlung des Zentralverbandes Bienen Schweiz. Der grösste interne Event ist jeweils die Imkerreise. Im Juni dieses Jahres ging es zur Insel Mainau und zum Bienenhaus Arenenberg.
Wann wird voraussichtlich der nächste grosse Event stattfinden?
Im Jahr 2044 feiern wir unser 175-Jahr-Jubiläum. Mal sehen, was wir dann auf die Beine stellen können.
Kann man Ihrem Verein noch beitreten und wie funktioniert dies?
Selbstverständlich kann man unserem Verein beitreten. In der Regel sind die Mitglieder Imker, angehende Imker oder hatten Bienen. Auch interessierte Nichtimker sind willkommen.
Wie oft treffen sich die Mitglieder und wo?
Von März bis Oktober treffen wir uns in der Regel monatlich zu «Höcks». Diese finden meistens in der ehemaligen Landwirtschaftlichen Schule Flawil oder im Lehr-bienenstand statt. Drei Terminesind für unsere jährliche Imkerreise, eine Exkursion und den Besuch eines Bienenstandes reserviert. Im November oder Dezember treffen wir uns noch einmal zum Winterhöck.
Was war Ihr schönstes Erlebnis im Verein?
Die Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft bei der Austragung der Delegiertenversammlung Bienen Schweiz in Flawil im Jahr 2019 anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums unseres Vereins und die Jubiläumsausstellung mit dem Tag der offenen Tür im Lehrbienenstand im selben Jahr. Ohne die Unterstützung unserer Mitglieder wären diese Anlässe so nicht möglich gewesen.
Was war das tragischste Erlebnis?
Vereinzelt waren die Bienenvölker einzelner Imker von Bienenseuchen betroffen und diese haben grössere Verluste erlitten. Auch wurden vereinzelt Bienenköniginnen aus den Völkern gestohlen. Dass die Diebe wahrscheinlich Imker waren, macht das Ganze erst richtig schlimm.
Wer soll als nächster Kandidat diese Fragen beantworten?
Wir nominieren den Entlastungsdienst Wil, Gossau, Untertoggenburg, weil dieser Verein einer wichtigen Sache dient und für die Betroffenen eine grosse Hilfe ist.
mib
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