Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Roman Schläpfer und Manu Gyger (v.l.) suchen nach einem geeigneten Standort für die Kinderbaustelle.
Mit viel Herzblut arbeiten Manu Gyger und Roman Schläpfer daran, eine Kinderbaustelle in Uzwil zu realisieren. Damit der Traum Wirklichkeit wird, sucht der Verein nach einem geeigneten Platz.
Uzwil Das Lachen von Kindern, gemischt mit den Klängen von Hammer und Säge – typische Geräusche auf einer Kinderbaustelle. In Uzwil aber fehlte ein solches Angebot bislang. Manu Gyger und Roman Schläpfer wollen das ändern: Sie planen für das Frühjahr 2026 eine Kinderbaustelle.
«Ich bin in Bern aufgewachsen und besuchte dort gern Kinderbaustellen», schwärmt Manu Gyger. «Es könnte damit zusammenhängen, dass ich Zimmermann geworden bin», schmunzelt er. Für seinen Wunsch, eine Kinderbaustelle in Uzwil ins Leben zu rufen, suchte er über das Mitteilungsblatt der Gemeinde nach weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern. «Gleich am selben Tag hat sich Roman bei mir gemeldet», freut sich der Uzwiler. Der zweifache Familienvater Roman Schläpfer besuchte bereits mit seinen Kindern die Kinderbaustelle in Wil und war sofort begeistert: «Es ist wichtig, dass Kinder früh lernen, dass es auch Arbeit gibt, ein Zuhause zu bauen.» Ein weiterer Aspekt, so der 42-Jährige, sei die Möglichkeit der Kinder, ihre Kreativität auszuleben. «Sie können frei nach ihrem Gusto etwas erschaffen und steigern so ihren Selbstwert.»
Ebenfalls mit von der Partie sind Manu Gygers ehemaliger Mitarbeiter Lorenzo Trojanis sowie Ramona Zahner. «Ramona ist vom Gewerbeverband Uzwil und hat uns die Unterstützung der Gewerbler zugesagt», zeigt er sich dankbar. Für ihn ist klar: «Auch wenn wir nur zu viert bleiben, ich gebe alles, damit die Kinderbaustelle ein Erfolg wird.» Neue Mitglieder sind willkommen: «Unser Angebot richtet sich nach den Möglichkeiten, die wir haben – aber es wird ein Angebot geben», betont Schläpfer. Sein Kollege ergänzt: «Leute, die sich freiwillig engagieren, sind immer seltener. Wir sind für jedes Mitglied dankbar. Es ist schliesslich für unsere Kinder.» Der erste Schritt ist getan: «Am 1. November haben wir den Verein ‹Offene Kinderbaustelle an der Uze› gegründet», sagt Manu Gyger mit strahlenden Augen.
Der neu gegründete Verein steht nun vor seiner bisher grössten He-rausforderung: Ein geeigneter Standort muss her. «Ein Gelände, vorzugsweise eine Wiese, zwischen 1000 und 3000 Quadratmetern wäre ideal», verrät Schläpfer. «Einige Bäume, die an heissen Tagen Schatten spenden, Wasser und Strom sowie ein überschaubares, flaches Gelände wären grandios», betont Manu Gyger. Doch bis jetzt ist noch kein geeigneter Standort in Sicht. Mögliche Wunschplätze wie beispielsweise in der Nähe der Sonnmatt haben die beiden Uzwiler genug. «Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Wir haben noch keinen Kontakt zu möglichen Landbesitzern aufgenommen», sagt Roman Schläpfer. Der junge Verein ist bei seinem Vorhaben auf Hilfe angewiesen. «Wir sind offen für alles», stellt Manu Gyger klar, «auch für Zwischennutzungen.» Einen Standort in Oberuzwil schliessen die bei den nicht aus: «Eine gemeindeübergreifende Kinderbaustelle können wir uns durchaus vorstellen.» Sobald ein geeignetes Gelände gefunden ist, soll der Traum der beiden Uzwiler Realität werden. Dann könnte schon im Frühling 2026 das fröhliche Kinderlachen über eine neue Baustelle in Uzwil hallen.
Von Dominique Thomi
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