Ramon Gschwend
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Keine Smartphones mehr auf dem Pausenplatz, keine Selfies in den Gängen: Das OZ Degenau hat ein komplettes Handyverbot eingeführt – wegen Sorgen bis in die Garderoben.
Jonschwil Schnell noch das neuste Tanzvideo auf TikTok hochladen oder ein Foto der Freundinnenclique auf Instagram posten, bevor es zur nächsten Stunde klingelt. Diese Szenen gibt es auf dem Schulareal des Oberstufenzentrums Degenau nicht mehr. «Ein Handyverbot während der Unterrichtszeiten gibt es schon länger», stellt Thomas Plattner, Schulleiter des Oberstufenzentrums, zu Beginn klar. Seit drei Wochen jedoch bleibt das Handy nicht nur in der Tasche, sondern wird zum Unterrichtsbeginn in einer eigens dafür gebauten Box verstaut. «Wir starteten mit einem Handyverbot auf dem gesamten Areal in das neue Schuljahr», erklärt Plattner die neue Regelung.
Für die neue Regelung gibt es verschiedene Gründe. Einer davon, so der Schulleiter, seien die digitalen Lösungen für den Unterricht. «Das Handy wird für den Schulalltag nicht gebraucht.» Der weitaus wichtigere Grund sei jedoch die Sicherheit der Oberstufenschülerinnen und -schüler. «Wir beobachteten zunehmend Jugendliche, die sich unwohl fühlten und die Angst vor der Veröffentlichung von Bild- und Filmmaterial gegen ihre Zustimmung hatten», sagt Thomas Plattner ernst. Zudem stellte man fest, dass es vereinzelt Schülerinnen und Schüler gab, die nach dem Sport nicht mehr duschten. «Wir konfrontierten die Jugendlichen mit unseren Beobachtungen und fragten, weshalb sie die Dusche nach dem Sport ausliessen», erklärt der Schulleiter. Die Antwort bestätigte die Bedenken der Schulleitung: «Einige Jugendliche, vor allem Jungen, teilten die Sorge, in der Dusche fotografiert und gefilmt zu werden. Aus Angst, dieses Material könnte veröffentlicht werden, wurde daher nicht mehr geduscht», sagt Thomas Plattner. Dies könne die Schule nicht verantworten, weshalb nun seit drei Wochen die Smartphones der Schülerinnen und Schüler eingesammelt werden.
«Zur Aufbewahrung der Smartphones haben wir Boxen hergestellt», erzählt Thomas Plattner. Diese werden entweder bei den Lehrpersonen im Klassenzimmer oder im Lehrerzimmer aufbewahrt. Und wie ist das, wenn es einen Notfall gibt? «Die Lehrpersonen sind nach wie vor dafür verantwortlich, in Notfällen die Eltern zu kontaktieren. Dies ändert sich auch durch das Handyverbot nicht», so Plattner. «Am besten wäre es, die Jugendlichen würden ihre Handys gleich zu Hause lassen», wünscht sich der Schulleiter.
Auf die Frage, ob es negative Rückmeldungen der Eltern gab, verneint Thomas Plattner. «Ich habe keine direkte Rückmeldung erhalten, kann aber sagen, dass viele Eltern die neue Regelung begrüssen und unterstützen.» Auch wenn die neue Regelung für die Lehrerschaft einen Mehraufwand bedeute, so sei sie auch eine Entlastung: «Durch das Einsammeln und Austeilen der Geräte gibt es mehr Aufwand. Aber wir sehen auch den Nutzen für die Schülerschaft.» Diesen, betont Thomas Plattner, würden die Jugendlichen auch selbst erkennen. «Ich finde es völlig okay, wenn die Handys eingesammelt werden», bestätigt eine Schülerin. Ihre Kollegin ergänzt: «Ja, es ist okay. Zwar wäre es in meinen Augen nicht nötig, aber stören tut es mich nicht.»
«Die neue Regelung haben wir in die Hausordnung aufgenommen», erklärt Plattner. Eine rechtliche Abklärung sei nicht nötig gewesen. «Das ist erst Thema, wenn wir ein generelles Verbot, also auch auf dem Schulweg, einführen würden.» Dann müssten andere Instanzen aktiv werden. Auf dem Areal der Degenau sieht man Jugendliche, die sich unterhalten und miteinander spielen. Handys sucht man vergebens. «Dies bleibt auch so», versichert Thomas Plattner.
Von Dominique Thomi
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Dieser Entscheid ist absolut richtig und nachvollziehbar. Man müsste Handys nicht nur an Schulen, sondern auch an vielen anderen Orten / Anlässen / Restaurant etc verbieten. In den Strassen laufen alle nur mit Handys rum. Bei den Jungen ist der Gesellschaftliche Abstieg extrem bemerkbar. Überall sitzen oder stehen Gruppen junger Leute und alle sind nur mit ihrem Handy beschäftigt.
Harry Brack antwortenUntersuchungen zeigen: Die..
Seit Monaten bleibt das Restaurant..
Wiederholte Hygieneverstösse in..
Rund 2500 Pfadis aus dem ganzen..
Wieder muss ein Wiler Lokal..
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