Sophia Erni
gewann den Thurgauer Malerlehrlingswettbewerb mit Äpfeln.
Eine Woche lang verwandelte sich das Uzwiler Feriendorf Bambolo in ein Radiostudio. Gemeinsam mit dem Funkverein Iddaburg gingen die Kinder erstmals als «Radio Bambolo» auf Sendung.
Uzwil/Algetshausen «Mer gönd hüt i s’Bambolo, s’git au scho en Song devo. Bisch nüm z’chli und au nöd z’gross, bisch debi und jetzt goht’s los.» Mit diesen Zeilen beginnt das Lied des Feriendorfs Bambolo. Seit diesem Jahr erklangen die Töne nicht nur im Algetshausener Rüteliwald, sondern auch auf der Frequenz 105,1 MHz im «Radio Bambolo» (WN vom 8. Mai). Denn das Uzwiler Feriendorf spannte mit dem Funkverein Iddaburg zusammen. Vergangene Woche gingen sie gleich an fünf Nachmittagen on air.
«Anfangs waren die Kinder noch etwas verhalten», erinnert sich Sophie Ullmann, Vereinspräsidentin des Feriendorfs. «Die grösseren Kinder haben ihren Ablauf der verschiedenen Posten. Da planten sie das Radio anfangs nicht mit ein.» Doch schon nach der ersten Sendung waren die Kinder begeistert. «Das Moderieren in der Jägerhütte hat mit Abstand am meisten Spass gemacht», sagt Lio begeistert. Gemeinsam mit drei weiteren Kindern gestaltete er das Radioprogramm vom letzten Donnerstag. «Das Thema waren Lieblingstiere», verrät seine Kollegin Selina. Hierfür befragte das Team die Kinder im Feriendorf zu ihren Lieblingstieren und erfuhr von seinen Interviewpartnern, wer ein Tier zuhause hatte.
Doch nicht nur Interviews konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer im «Radio Bambolo» hören: «Um Musik spielen zu können, benötigten wir eine Lizenz der Suisa», erklärt Samuel Escher, technischer Leiter des Funkvereins Iddaburg. Vor Beginn des Radioprojekts suchte man deshalb nach lokalen Künstlern. Viele Rückmeldungen gab es nicht: «Emanuel Reiter, Calvin and the Bassischt sowie einige Jugendformationen meldeten sich», weiss Sophie Ullmann. Man hätte sich jedoch, so die Vereinspräsidentin, mehr Rücklauf gewünscht. Die Musik der lokalen Künstler, sagt Escher, konnte man zwischen 13.30 und 17 Uhr auf der Frequenz hören. «Während der Sendung selbst suchten die Kinder ihre Lieblingssongs aus.» So hörte man von Nemo mit «Himalaya» bis zu den heutigen Charts alles Mögliche in den 30 Minuten.
«Im Grossen und Ganzen war das ‹Radio Bambolo› ein voller Erfolg», freuen sich Ullmann und Escher. Einziger Wermutstropfen: Eine Ausstrahlung vom Algetshausener Wald nach Uzwil war leider nicht möglich. «Dafür war der Hügel zu hoch. Das Sendegerät schaffte es nicht, das Signal über ihn hinaus zu senden», erzählt Samuel Escher. Wer die Sendungen verpasste, hat die Möglichkeit, diese auf der Webseite des Feriendorfs Bambolo noch nachzuhören. Ob es das «Radio Bambolo» auch im nächsten Jahr wieder geben werde, stehe noch nicht fest, so Sophie Ullmann und Samuel Escher. Für dieses Jahr hiess es am Freitag erst einmal: «S’Bambolo isch jetzt verbii, doch mir müend nöd truurig sii. Will mir gsehnd üs alli bald im nä Johr im Rüteliwald.»
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