Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Der Infoanlass zum Uzwiler Schulraum stiess auf grosses Interesse.
Nach der gescheiterten Vorlage arbeitet Uzwil an einer neuen Schulraumlösung. Am Infoabend zeigte sie den Stand des Echoraum-Prozesses und die nächsten Schritte auf.
Uzwil Der Uzwiler Gemeindesaal war am Montagabend gut besucht, denn die Schulpräsidentin Marion Harzenmoser lud zur Informationsveranstaltung betreffend Schulraum. Durch den Abend führte Wirtschaftsgeograf und Moderator der Echogruppe, Joris Van Wezemael.
«Es ist uns wichtig, die Menschen mitzunehmen», eröffnete Marion Harzenmoser den Abend. Hinter allen Beteiligten liege ein intensiver Prozess: 30 Uzwilerinnen und Uzwiler arbeiteten in den vergangenen Monaten in einer Echogruppe am Echoraum-Prozess. Domenica Lemmerich und Regula Wirz sprachen als Vertreterinnen der Gruppe. Bereits nach dem zweiten Treffen habe man gemerkt, dass zusätzlicher Kommunikationsbedarf bestehe, so die Schulpräsidentin. Deshalb wurde eine Spurgruppe mit vier Personen gebildet, die verschiedene Varianten diskutierte. «Da spürte ich erstmals, dass unterschiedliche Lösungen ernsthaft geprüft werden», sagte Domenica Lemmerich. Früh war sich die Echogruppe einig, dass zusätzlicher Schulraum notwendig ist – in guter Qualität und mit langfristiger Perspektive. «Zum Schluss einigte man sich in gewissen Punkten darauf, dass man sich nicht einig ist», fasste Joris Van Wezemael zusammen.
Aus dem Gemeinderat nahmen Philipp Herzog und Yves Beutler an der Gesprächsrunde teil. Beide betonten, dass die Kommunikation verbessert werden müsse. Yves Beutler erläuterte den aktuellen Stand des Schulraumprozesses: Der Bund definiere das Bevölkerungswachstum, das über die Kantone auf die Gemeinden verteilt werde. «Für Uzwil gibt es zwei Szenarien: Bei hohem Wachstum wird die Bevölkerung 2040 rund 18’000 Personen zählen, bei tiefem etwa 16’500.» Zudem hat Uzwil bereits heute überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler – 10,93 Prozent gegenüber 9,3 Prozent im Kanton. Für die Planung rechnet der Gemeinderat entsprechend mit steigenden Klassenzahlen.
Der Gemeinderat plane auf Basis der künftigen möglichen Klassenzahlen. «Aktuell steht Schulraum für 67 Klassen zur Verfügung», erklärte Beutler. Bereits heute seien jedoch 16 Klassen in Übergangslösungen untergebracht. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung rechne man mit 88 Klassen im Jahr 2028, 92 im Jahr 2035 und 96 im Jahr 2040. Beutler erläuterte, dass der Gemeinderat zwei Varianten prüfe: viele kleinere Schritte, bei denen bestehende Gebäude wie das Feuerwehrdepot oder das BZWU einbezogen würden, oder einen grossen Schritt mit dem Bau eines neuen Schulhauses. Die kleinen Schritte sehe der Gemeinderat als kritisch: «Wir sehen nicht, dass die Feuerwehr ihren Standort verlässt. Das BZWU ist auch nicht sicher, sogar mit dem Willen des Kantons wird es einige Jahre dauern bis Schulraum entsteht», so Beutler. Aus den Provisorien raus seien die Klassen frühestens 2035/36. Bei der Variante des grossen Schritts sei dies jedoch bereits 2030 der Fall.
Nun beginne für den Gemeinderat die Zeit des Schaffens, betonte Marion Harzenmoser. «Es ist uns ein grosses Anliegen, langfristig zu planen und dies der Bevölkerung auch aufzuzeigen.» So wolle man auch über die Optimierung des bestehenden Projekts informieren und die Schulraumplanungskommission öffnen. Wie genau, wisse man noch nicht, werde aber im «Uzwiler Blatt» kommunizieren. «Unser Ziel ist es, im Jahr 2026 mit einer überzeugenden Vorlage an die Urne zu gehen», so die Schulpräsidentin.
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