Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Rafael Eggenberger, Präsident des Hauseigentümerverband (HEV) Wil und Umgebung (2.v.l) Gewerbevereinspräsident Stefan Frick (2.v.r.) und Stefanie Marty, Vize-Präsidentin des HEV Wil und Umgebung (r.) übergaben die Unterschriften vergangenen Montag an den stellvertretenden Stadtschreiber David Knecht (l.).
Gegen den geplanten Gasnetzstilllegungsfonds wurde ein Referendum ergriffen: Über 2000 gültige Unterschriften wurden eingereicht. Nun wird die Wiler Stimmbevölkerung über das Geschäft entscheiden.
Wil Die Stadt Wil will bis 2050 vollständig aus der Gasversorgung aussteigen. Für die Rückbauarbeiten der Gasinfrastruktur sowie die Entschädigungen im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Gasversorgung rechnet die Stadt mit Kosten von rund 46 Millionen Franken. Finanziert werden soll der schrittweise Rückbau mit einem Fonds. Vorgesehen ist eine Abgabe auf den Gasverbrauch, welche über die kommenden Jahre die anfallenden Kosten decken soll. Dagegen wurde jüngst das Referendum ergriffen.
Getragen wird das Referendum von mehreren Akteuren, darunter der Hauseigentümerverband Wil und Umgebung, der Gewerbeverein Wil und Umgebung sowie die SVP. Sie kritisieren insbesondere, dass die verbleibenden Gaskundinnen und Gaskunden die Kosten des Rückbaus alleine tragen sollen. Nach ihrer Auffassung wäre eine breitere Finanzierung gerechter. Zudem wird hinterfragt, ob Vermieter die neue Abgabe im Rahmen der Nebenkosten an ihre Mieterschaft weitergeben dürfen.
Vergangenen Montag haben Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Akteure 2003 beglaubigte Unterschriften an die Stadt übergeben. 500 Unterschriften wären mindestens nötig gewesen. Der Wiler Peter Haug hat die Unterschriftensammlung initiiert. «Eine intensive und sehr aufwendige Zeit geht zu Ende. Für alle möglichen Stellen sind Ferien, nur für die Einreichung eines Referendums ist leider keine Fristverlängerung vorgesehen», sagt Haug gegenüber dieser Zeitung. Nur dank der Mithilfe vieler Beteiligter sei diese hohe Unterschriftenzahl zusammengekommen. Auch nach der Übergabe trafen bis zur Referendumsfrist am Mittwoch noch über 100 Unterschriften beim Initianten ein. Mit dem erfolgreichen Referendum erhält nun die Bevölkerung das letzte Wort. In einer Volksabstimmung wird entschieden, ob der Gasnetzstilllegungsfonds wie vom Stadtparlament beschlossen eingeführt werden soll.
Sehr gut.
Egon Haubensack antwortenSende uns ein Bild oder Video! Bild hochladen
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