Arjeta Osmani
absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau.
Redon Ismaili ist 17 Jahre alt, wohnt in Rickenbach und spielt Fussball.
In der Rubrik Lehrlings-Domino stehen Lernende aus dem Einzugsgebiet der «Wiler Nachrichten» im Fokus. Die Fragen der Redaktion hat diese Woche Redon Ismaili (17), Lernender im ersten Lehrjahr der Beni’s Söhne Elektro in Wil, beantwortet.
Wil Redon Ismaili, wie sieht dein Ausbildungsweg aus?
Ich habe zuerst eine Lehre als Bodenleger angefangen. Dann habe ich aber gemerkt, dass dieser Beruf nicht wirklich zu mir passt. Deshalb habe ich mich neu orientiert. Danach habe ich die Lehre als Montage-Elektriker begonnen und schnell gemerkt, dass das eher mein Beruf ist.
Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?
Meine Eltern haben mir den Beruf vorgeschlagen. Danach habe ich in verschiedene Elektrofirmen reingeschnuppert und so einen guten Einblick bekommen. Bei Beni’s Söhne Elektro hat es mir am besten gefallen und dort habe ich gemerkt, dass ich in diesem Beruf am richtigen Ort bin.
Was gefällt dir an deinem jetzigen Lehrbetrieb besonders?
Mir gefällt besonders das Team und das familiäre Arbeitsklima. Ich werde gut unterstützt und bekomme die Dinge gut erklärt, was für mich als Lernender sehr wichtig ist. Wenn ich Fragen habe, kann ich diese jederzeit offen stellen, und ich darf auch eigene Vorschläge einbringen. Dadurch fühle ich mich wohl im Betrieb und ernst genommen.
Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter? Wie sehen deine beruflichen Ziele aus?
Zuerst ist mein Ziel, die Lehre erfolgreich abzuschliessen. Danach möchte ich weiter schauen, in welche Richtung ich mich entwickeln kann. Ich kann mir gut vorstellen, eine Weiterbildung zu machen, zum Beispiel in Richtung Elektroinstallateur EFZ oder später auch eine Weiterbildung zum Projektleiter.
Nun verdienst du dein eigenes Geld. Wie teilst du dir das Einkommen ein?
Ich spare jeden Monat etwa 200 Franken. Den Rest brauche ich für persönliche Ausgaben, Fixkosten und auch für meine Freizeit.
Was hat sich in deinem Alltag verändert, seit du deine Ausbildung begonnen hast?
Seit ich die Lehre angefangen habe, hat sich mein Alltag schon verändert. Früher in der Oberstufe war ich die ganze Woche in der Schule, heute bin ich zusätzlich im Berufsalltag und übernehme mehr Verantwortung. Mir gefällt das sehr, weil ich lieber praktisch arbeite und die Abwechslung zwischen verschiedenen Arbeitsorten spannend finde.
Wo siehst du dich mit 30?
Mit 30 sehe ich mich noch immer in der Schweiz, am liebsten in der Region hier. Ich wünsche mir bis dahin eine eigene Wohnung, eine Frau, vielleicht Kinder und auch mein Traumauto.
Wie gehst du mit Druck um?
Wenn es stressig wird, versuche ich zuerst, meine Aufgaben gut einzuteilen und ruhig zu bleiben. Wenn es zu viel wird, spreche ich es an und suche nach Lösungen.
Wie bringst du Schule und Beruf unter einen Hut?
Ich versuche, meine Zeit gut einzuteilen und mich an Schul- und Arbeitstagen jeweils auf das zu konzentrieren, was gerade ansteht. Wenn nötig, lerne ich auch am Wochenende. So bringe ich Schule und Beruf gut unter einen Hut.
Was ist deine grösste Zukunftssorge?
Am wichtigsten ist für mich, dass es meiner Familie und mir gesundheitlich gut geht. Natürlich denkt man auch manchmal darüber nach, wie sich die Zukunft entwickelt, aber aktuell konzentriere ich mich mehr auf das, was als Nächstes bevorsteht.
Was machst du als Ausgleich zu deinem Berufsleben?
Als Ausgleich bin ich gerne draussen unterwegs, treffe mich mit Kollegen und geniesse die frische Luft. So kann ich abschalten und den Kopf wieder frei bekommen.
Wer ist dein grösstes Vorbild?
Mein grösstes Vorbild ist mein Vater. Er ist sehr zuverlässig, lösungsorientiert und weiss immer, was zu tun ist. Ich bewundere an ihm, wie viel Verantwortung er trägt und dass er trotzdem immer für seine Familie da ist. Seine Motivation im Alltag beeindruckt mich sehr.
Welches Land möchtest du auf jeden Fall mal kennenlernen?
Ich würde gerne einmal nach Amerika reisen, vor allem nach Miami. Mich interessieren das warme Wetter, die Strände und die ganz andere Atmosphäre dort.
Welche Firma soll den nächsten Kandidaten nominieren?
Gerne nominiere ich die Technischen Betriebe Wil (TBW).
mib
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