Sophia Erni
gewann den Thurgauer Malerlehrlingswettbewerb mit Äpfeln.
Andreas Breitenmoser (Die Mitte) und Jigme Shitsetsang (FDP) möchten Stadtpräsident werden, Thomas Abbt (Die Mitte) Stadtrat.
Im Interview mit den «Wiler Nachrichten» haben die Stadträte Jigme Shitsetsang und Andreas Breitenmoser ihre Absichten für das Amt des Stadtpräsidenten bereits kundgetan. Nun sind sie von ihren Parteien offiziell nominiert worden.
Die FDP Wil hat Jigme Shitsetsang an einer ausserordentlichen Versammlung einstimmig als Kandidaten für das Stadtpräsidium bestimmt. Der 54-Jährige steht seit 2021 dem Departement Bildung und Sport der Stadt Wil vor. Zudem gehört er seit 2016 dem St.Galler Kantonsrat an, wo er den Wiler Freisinn vertritt. Mit dieser Kombination aus kommunaler Exekutiverfahrung und kantonaler Legislativtätigkeit bringe er ein breites politisches Netzwerk und vertiefte Kenntnisse der politischen Abläufe mit, so die Partei.
Schulraumplanung im Fokus
In ihren Stellungnahmen hebt die FDP insbesondere Shitsetsangs Führungsstärke, seine strategische Denkweise und seine Verlässlichkeit hervor. In den vergangenen Jahren habe er gezeigt, dass er Verantwortung übernehme, Projekte strukturiert führe und auch in anspruchsvollen Situationen tragfähige Lösungen erarbeite. Als zentrales Beispiel nennt die Partei die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung der Schulraumplanung. Nach einer Phase des Stillstands sei es gelungen, das Geschäft neu zu ordnen, klare Leitplanken zu definieren und die Planung auf eine langfristig tragfähige Basis zu stellen. Gleichzeitig habe Shitsetsang sein Departement organisatorisch weiterentwickelt und auf künftige Herausforderungen im Bildungs- und Sportbereich ausgerichtet. «Jigme Shitsetsang hat sich mit viel Engagement und Weitsicht als Wiler Stadtrat etabliert. Er steht für eine verlässliche und lösungsorientierte Politik und bringt die nötige Führungserfahrung für dieses Amt mit», wird FDP-Präsident Olav Baumann in der Mitteilung zitiert. Auch Oskar Seger, Präsident der FDP Kanton St.Gallen, betont Shitsetsangs Fähigkeit, Brücken zu bauen: Er sei ein Teamplayer, der über Parteigrenzen hinweg tragfähige Kompromisse finde. Gerade im Stadtpräsidium brauche es eine Persönlichkeit, die unterschiedliche Interessen zusammenführen könne.
Dossiersicherheit als Trumpf
Nur wenige Tage später folgte die Nomination bei der Mitte Wil. Andreas Breitenmoser wurde an der Nominationsversammlung vom Dienstagabend offiziell als Kandidat für das Stadtpräsidium aufgestellt. Parteipräsidentin Eliane Keller-Hollenstein spricht von einer Rekordbeteiligung: Rund 80 Mitglieder und Interessierte seien anwesend gewesen. Breitenmoser sei einstimmig nominiert worden. Er sei die Wunschlösung der Partei gewesen, nachdem man sich intensiv mit verschiedenen möglichen Kandidaturen befasst habe. Das breite Kandidatenfeld habe gezeigt, dass die
Mitte in Wil gut aufgestellt sei.
Breitenmoser ist derzeit Vize-Stadtpräsident und verfügt über langjährige Erfahrung in der Exekutive. Er kenne die Dossiers im Detail, verfüge über hohe Fachkompetenz und wisse, welche Herausforderungen das Amt mit sich bringe, so Keller-Hollenstein. Seine bisherigen Tätigkeiten hätten gezeigt, dass er analytisch arbeite, Entscheidungen sorgfältig vorbereite und Verantwortung übernehme. Als Vize-Stadtpräsident sei er mit den strategischen Fragen der Stadtentwicklung ebenso vertraut wie mit den operativen Abläufen innerhalb der Verwaltung.
Abbt schon länger im Blick
Im Falle einer Wahl Breitenmosers ins Stadtpräsidium müsste sein Sitz im Stadtrat neu besetzt werden. Die Mitte Wil hat vorgesorgt: Thomas Abbt wurde als Stadtratskandidat nominiert. Thomas Abbt trat im Frühjahr 2025 krankheitsbedingt aus dem Stadtparlament zurück. Inzwischen sei er wieder stabil und bereit, erneut politische Verantwortung zu übernehmen. In der Parteileitung habe man ihn nie aus den Augen verloren, betont Eliane Keller-Hollenstein. Man schätze ihn in seinem Denken und in seinem aktiven Handeln sehr, deshalb sei er über längere Zeit hinweg immer wieder Thema gewesen. Umso erfreuter sei die Partei, ihn nun offiziell als Stadtratskandidaten vorschlagen zu können. Andreas Breitenmoser selbst zeigte sich an der Versammlung dankbar für das klare Votum seiner Partei. «Ich freue mich über dieses Vertrauen und bin bereit, Verantwortung für Wil als Ganzes zu übernehmen», erklärte er. Vor über 20 Jahren sei seine Familie nach Wil zurückgekehrt, die drei Kinder seien hier geboren und aufgewachsen. «Wil ist für uns nicht einfach Wohnort, sondern Zuhause. Hier möchte ich weiterhin Verantwortung tragen und die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestalten.» In den kommenden Monaten freue er sich auf zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit der Bevölkerung. Mit den offiziellen Nominationen ist der Wahlkampf um das Wiler Stadtpräsidium endgültig eröffnet.
Lui Eigenmann
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