Walter Gysel
stellt den Chor Mundo Unido im WN-Vereins-Domino vor.
Am Kindergarten Städeli haben zwei Kindergärtnerinnen nach Streit mit Eltern gekündigt. Andere Eltern finden nun, die Schulbehörde habe die Lerhpersonen im Stich gelassen. Stadträtin Jutta Rösli (kl. Bild) widerspricht. mas/z.V.g
Schon das Schulprovisorium im Westquartier sorgte im Wiler Stadtparlament für hitzige Diskussionen. An der Sitzung im Februar wird nun über den 4,2-Millionen-Kredit für den Neubau des Kindergartens im Städeli befunden. Doch die Bau- und Verkehrskommission hat die Rückweisung beantragt.
Wil «Der Bedarf nach einem neuen Doppelkindergarten im Städeli ist unbestritten. Das vorliegende Projekt vermag jedoch konzeptionell – insbesondere punkto Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit – nicht zu überzeugen», argumentieren Roger Edelmann (FDP Wil) und Sebastain Koller (Grüne Prowil) in dem Schreiben, mit dem sie in der Bau- und Verkehrskommission (BVK) einen Rückweisungsantrag zum Bericht und Antrag des Stadtrats gestellt haben. Die beiden Stadtparlamentarier überzeugten bei vier zu drei Stimmen eine knappe Mehrheit des BVKs, womit der Rückweisungsantrag zum offiziellen Antrag der Kommission wird.
Die Hauptkritik am geplanten Projekt richtet sich gegen dessen mangelnde Flexibilität und die Standortwahl. So ist der geplante Doppelkindergarten nicht auf eine spätere Erweiterung auf drei Klassen ausgelegt, obwohl der Stadtrat selbst mittelfristig zusätzlichen Raumbedarf in Aussicht stellt. Im Rückweisungsantrag wird der Stadtrat aufgefordert, ein komplett neues Projekt auszuarbeiten.
Dabei sollen verschiedene Standortvarianten auf dem ganzen Städeli-Areal überprüft werden. So könne das bestehende Gebäude während der Bauzeit genutzt werden, womit ein Provisorium für rund 450’000 Franken nicht notwendig sei. Statt eines wie geplant eingeschossigen Baus, soll mit einer mehrgeschossigen Bauweise haushälterisch mit dem Boden umgegangen werden. Mit angepasstem Standort und Bauvolumen können ausserdem die für das geplante Projekt erforderlichen starken Ausgrabungen und Aufschüttungen umgangen werden. Auch in puncto Nachhaltigkeit werden Verbesserungsvorschläge gemacht: Die geplante Photovoltaikanlage mit einer Leistung von acht kWp schöpfe das Potenzial des Dachs bei weitem nicht aus, heisst es im Antrag. Es sei eine deutlich leistungsstärkere Anlage möglich.
Linda Bachmann
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