Walter Gysel
stellt den Chor Mundo Unido im WN-Vereins-Domino vor.
Feuerwehrkommandant Marcel Böhi (kl. Bild) kennt das genaue Vorgehen, falls
wider Erwarten einmal ein Feuer im Wald ausbricht.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hatte der Kanton Thurgau am 24. Juni die Gefahrenstufe für Waldbrände auf Stufe 3 angehoben. Marcel Böhi, der ab September dem Sicherheitsverband Hinterthurgau vorsteht, weiss, was bei einem Waldbrand zu tun wäre.
Hinterthurgau Trockene, heisse Luft, niedrige Wasserstände in den natürlichen Flüssen und Seen und unvorsichtige Waldnutzer, die beim Grillieren ihre Glut nicht löschen.
Eine gefährliche Kombination für den Wald. Schon oft führten diese Faktoren zu Waldbränden – wobei der Kanton Thurgau davon bisher zum Glück grösstenteils verschont geblieben ist. Auch die Regenfälle dieser Woche haben die Situation im Wald vorerst wieder entspannt – doch die Gefahr von Waldbränden bleibt präsent, vor allem, wenn es wieder längere Zeit trocken wird. Grund genug, um sich zu fragen: Was, wenn es trotzdem einmal brennt? Feuerwehrmann Marcel Böhi erklärt den Ernstfall. Böhi ist aktuell Feuerwehrkommandant in Bischofszell und wird ab dem 1. September das Amt als Geschäftsführer und Regionalkommandant des neuen Sicherheitsverbunds Hinterthurgau (SVHTG) übernehmen. Privat plant Böhi, seinen Lebensmittelpunkt in der nahen Zukunft von Bischofszell in den Hinterthurgau zu verlagern.⋌ Bei ihm in Bischofszell musste er glücklicherweise noch zu keinem Waldbrand ausrücken, dennoch kennt er das Vorgehen für den Ernstfall genau: «Zuerst analysieren wir die Lage vor Ort: Was brennt? Wie breitet es sich aus? Dann grenzen wir das Feuer mit allen verfügbaren Hilfsmitteln ein», erklärt Böhi. Doch: «Waldbrand ist nicht gleich Waldbrand. Je nach Art der Ausbreitung müssen wir unterschiedlich reagieren», ergänzt der Feuerwehrkommandant. Ein Bodenbrand schleicht sich oft unbemerkt durch das Erdreich – über Wurzeln und Laubschichten. Ein Kronenbrand dagegen springt von Baum zu Baum, oft durch Funkenflug und ist besonders gefährlich bei Wind. «Grosse Waldbrände sind in unseren Breitengraden allerdings eine Seltenheit. Regionen wie das Wallis oder das Tessin sind da schon eher mal betroffen», so Böhi. Woran das liegt? «Da bin ich mir nicht ganz sicher. Vielleicht, weil es hier im Thurgau nicht ganz so heiss wird. Ein Stück weit ist es vielleicht auch Glück, dass wir bisher verschont geblieben sind. Trotzdem wären wir für den Ernstfall vorbereitet.» Die Verantwortung für die Waldbrandbekämpfung liegt bei den einzelnen Gemeinden, erklärt der Feuerwehrmann. «Zusätzlich gibt es für die Waldbrandbekämpfung aber auch kantonales Material, welches zentral beim Stützpunkt Münchwilen gelagert wird und von den Feuerwehren abgerufen werden kann.»
jms
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