Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Marco Bechtiger ist 43 Jahre alt und Geschäftsinhaber der Blattstiel AG.
Die Blattstiel AG ist ein kreatives Blumenfachgeschäft mit eigener Gärtnerei. Mit Leidenschaft für Pflanzen, florales Design und den persönlichen Austausch gestalten sie floristisch für alle Lebensmomente. Ausstellungen, saisonale Highlights und eine inspirierende Atmosphäre machen jeden Besuch in ihrem Geschäft zu einem echten Erlebnis.
Bazenheid/Wil Marco Bechtiger, welche Termine stehen heute in Ihrer Agenda?
Mein Tag beginnt früh. Um fünf Uhr fahre ich an die Blumenbörse. Um sieben Uhr, wenn ich zurück im Geschäft bin, warten dort die gelieferten Schnittblumen. Diese bereite ich vor und teile sie auf für unsere beiden Geschäfte. Danach kümmere ich mich um Auslieferungen, Dekorationen, neue Kundenaufträge für Privat- und Firmenkunden sowie Offerten und Büroarbeiten. Zwischendurch unterstütze ich mein Team in allen Situationen des Alltags, denn Zusammenarbeit ist für mich ein Schlüssel zum Erfolg.
Was bedeutet Führung für Sie und was zeichnet Ihren Führungsstil aus?
Führung bedeutet für mich, Menschen individuell zu begleiten. Ich möchte durch Haltung und Handeln Vorbild sein, Wertschätzung zeigen und respektvoll kommunizieren. Mir ist wichtig, dass sich mein Team entsprechend seiner Stärken entfalten kann.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern besonders wichtig?
In der Zusammenarbeit lege ich grossen Wert auf Vertrauen, Ehrlichkeit und echte Gestaltungsspielräume. Ich möchte, dass Mitarbeitende ihre Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln können.
Wo fallen Ihnen die besten Ideen ein?
Die besten Ideen entstehen für mich mitten im Alltag, draussen in der Natur oder beim Spaziergang mit unserem Hund. Inspiration wächst oft dann, wenn ich mit verschiedensten Materialien arbeite und Prozesse auf mich wirken lasse.
Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Ihrer Firma und in Ihrem Privatleben?
Nachhaltigkeit spielt im Betrieb eine bedeutende Rolle. Wir produzieren unsere eigenen Schnitt- und Topfpflanzen, was Qualität und kurze Wege ermöglicht. Privat verbinde ich Nachhaltigkeit ebenfalls mit bewusstem Handeln, manchmal schon mit einem simplen Vorteil wie meinem kurzen Arbeitsweg.
Was nervt Sie am meisten?
Am meisten nerve ich mich über mich selbst, wenn mir etwas nicht auf Anhieb gelingt.
Womit langweilt man Sie am meisten?
Langeweile empfinde ich vor allem dann, wenn Gespräche ins Belanglose abdriften und jegliche inhaltliche Substanz vermissen lassen.
Was soll man später einmal von Ihnen sagen?
Später sollen die Menschen sagen: «Bei Marco war der Einkauf stets ein Erlebnis – seine kreativen Umsetzungen waren mutig, überraschend und immer etwas anders.»
Welchen Rat würden Sie Ihrem 18-jährigen Ich mit auf den Weg geben?
Ich würde raten: Träume, probiere aus, mach weiter, lebe und sei mutig. So kannst du immer deine Ziele erreichen.
Wie bekommen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut?
Beruf und Privatleben bekomme ich gut unter einen Hut, weil ich ein starkes Umfeld habe, das mir Rückhalt gibt und mich unterstützt. Dieser Rückhalt erlaubt es mir, auch in intensiven beruflichen Phasen konzentriert und engagiert zu sein, ohne dabei mein Privatleben aus den Augen zu verlieren.
Welche Benefits gibt es bei Ihnen im Betrieb?
Monetäre Benefits sind für mich weniger entscheidend. Der grösste Mehrwert, den ich Mitarbeitenden bieten kann, ist echter Raum für Kreativität und gelebte Wertschätzung.
Haben Sie eine Viertagewoche schon einmal in Betracht gezogen? Was spricht dafür oder dagegen?
Eine Viertagewoche wäre natürlich eine attraktive Vorstellung. Allerdings ist dieses Modell in unserer Unternehmensgrösse und mit sechs Öffnungstagen pro Woche nur schwer umsetzbar. Der organisatorische Aufwand wäre hoch, und eine gleichbleibende Servicequalität sowie eine lückenlose Abdeckung der Arbeitszeiten könnten darunter leiden. Für mich steht im Vordergrund, dass der Betrieb reibungslos läuft und Kunden jederzeit gut betreut werden – und unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist dies mit einer Viertagewoche nur schwer zu vereinbaren.
Was tun Sie gegen den Fachkräftemangel?
Gegen den Fachkräftemangel wirken wir aktiv, indem wir kontinuierlich junge Talente ausbilden. Zudem engagiere ich mich als Präsident von Florist.ch Ostschweiz/FL für die Grundbildung kommender Fachkräfte.
Welches war die schwierigste Entscheidung, die Sie in Ihrer Karriere treffen mussten, und wie haben Sie sie bewältigt?
Die schwierigste Entscheidung meiner Laufbahn war, gewisse gärtnerische Dienstleistungen loszulassen, um Platz für Neues zu schaffen. Dieser Schritt war herausfordernd, aber notwendig, um unser Unternehmen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Wer soll als nächster Kandidat diese Fragen beantworten und warum wählen Sie diese Person aus?
Ich nominiere gerne Hanspeter von Rotz von der Auto Welt von Rotz AG, der gerade mit seinem Team ein neues Hotel und Restaurant eröffnet hat.
pd/mib
Sende uns ein Bild oder Video! Bild hochladen
Wir verwenden Cookies zur Unterstützung der Benutzerfreundlichkeit. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung
Lade Fotos..