Arjeta Osmani
absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau.
Im Gebiet Boxloo bei Rossrüti wurde gestern der Windmessmast für das geplante Windpark-Projekt errichtet. Damit startet die entscheidende Phase zur Abklärung, ob sich der Standort für die Nutzung von Windenergie eignet.
Rossrüti Die Axpo plant im Boxloo einen Windpark mit drei Anlagen, die künftig Strom für rund 5000 Haushalte liefern sollen. Um die Eignung des Standorts zu überprüfen, wurde gestern ein rund 125 Meter hoher Windmessmast installiert. Dieser erfasst während mindestens eines Jahres umfassende Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Temperatur und weiteren Umweltfaktoren, um die wirtschaftliche Machbarkeit sowie die Umweltverträglichkeit des Projekts zu beurteilen.
Bereits im März wurde der Bevölkerung mit einer aufwendigen Drohnen-Lichtinszenierung veranschaulicht, welche Dimensionen die geplanten Windräder erreichen könnten. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom möglichen Projekt zu machen. Mit dem Aufbau des Windmessmasts folgt nun der nächste konkrete Schritt im Vorprojekt. Die gewonnenen Daten sollen zeigen, ob der Windpark Boxloo tatsächlich realisiert werden kann. «Wir prüfen drei zentrale Kriterien: Ist das Windpotenzial ausreichend für einen wirtschaftlichen Betrieb? Fällt die Machbarkeitsstudie für Transport und Netzanschluss positiv aus? Ist das Projekt umweltverträglich? Nur wenn zentrale Voraussetzungen auch erfüllt sind, starten wir ein Projekt», sagte Cédric Aubert, Leiter Windportfolio Schweiz bei Axpo gegenüber den WN.
Ursprünglich sollte der Windmessmast bereits Ende des letzten Jahres installiert werden. Der Grund für die Verzögerung ist laut Silvan Hänni, Kommunikationsbeauftragter der Axpo, eine erneute Standortanalyse. Im Boden des ursprünglich geplanten Standorts des Windmessmastes, seien Wasserleitungen entdeckt worden, was den Bau von Fundamenten verunmöglicht habe. Nun steht die Messanlage einige Hundert Meter davon entfernt.
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