Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Nach dem Ende des Pilotprojekts «Velostrasse Wilenstrasse» sorgen neue Verkehrsberuhigungsmassnahmen für Kopfschütteln – beispielsweise 30er-Zonen im Fahrverbot. Die Verantwortlichen der Stadt begründen die Massnahmen.
Wil Nach dem Ende des Pilotprojekts «Velostrasse Wilenstrasse» sorgte Anfang dieser Woche eine neue Verkehrsberuhigungsmassnahme für Kopfschütteln: Auf der St.Peterstrasse wurde ein fahrbahnverengendes Element platziert, welches die Strecke als 30-Zone markiert - direkt auf dem Velostreifen. Eine besonders verärgerte Person hat ihrem Unmut in Form eines Graffitis Luft gemacht. «WAS SÖLL DA?» steht nur wenige Stunden nach dessen Platzierung auf dem unteren Teil des Elements. Ein WN-Leser meldete sich bei der Redaktion, weil er sich um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden sorgt. Unter einem Facebookpost, der die besagte Situation zeigte, wurde heiss diskutiert. Einen Tag darauf wurden die Strassenmarkierungen, die den Veloweg kennzeichneten, entfernt. Der Veloweg gilt neu erst ab dem Einbieger von der St.Peterstrasse zum Ilgenkreisel.
Auch Teile der Speerstrasse wurden neu als 30er-Zone markiert. Vor allem die Abschnitte zwischen der Mattstrasse und der Untere Bahnhofstrasse beziehungsweise zwischen der Unteren Bahnhofstrasse und der Lerchenfeldstrasse werfen in der WN-Leserschaft Fragen auf. Auf den beiden Strassenabschnitten gilt ein Fahrverbot. Trotzdem wurden an den Strassenrändern Zone-30-Stelen platziert. Auf Anfrage dieser Zeitung begründen die Verantwortlichen der Stadt Wil: «Die Signalisation ist für die Radfahrenden erforderlich. Diese dürfen das dreiteilige Fahrverbot passieren und müssen deshalb auf die geltende Tempo-30-Zone aufmerksam gemacht werden.» Beginn und Ende der 30er-Zone müssten auch überall dort markiert werden, wo Velofahrende durchfahren. Die Kantonspolizei verfüge jeweils die Zone mit entsprechender Signalisation.
Die Massnahmen sind gemäss der Stadt Wil Teil der Tempo-30-Zone «Zentrum». Das Projekt umfasst unter anderem die St. Peter-, Post-, Speer-, Werk- und Werkhofstrasse sowie abschnittsweise die Untere Bahnhof- und die Churfirstenstrasse. Im Rahmen der Arbeiten wurden unter anderem die Zoneneingänge signalisiert und die erforderlichen Bodenmarkierungen angebracht. An den Knoten Churfirsten-/Werkhofstrasse und Churfirsten-/Werkstrasse wurde zudem ein Rechtsvortritt signalisiert und markiert. Die Projektkosten belaufen sich laut der Stadt auf rund 75'000 Franken. Die Nachfrage dieser Zeitung, ob einzelne Elemente von der zurückgebauten «Velostrasse Wilenstrasse weiterverwendet werden konnten, wurde verneint, da sich die Elemente unterscheiden würden.
Linda Bachmann
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