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Zur Vermeidung einer ungeordneten Entwicklung beantragt der Stadtrat zwei zinslose Darlehen beim Stadtparlament.
Der Stadtrat beantragt zwei befristete, zinslose Darlehen für den Hof zu Wil. Damit sollen die Zahlungsfähigkeit der Stiftung sowie die Aufrechterhaltung des Betriebs sichergestellt werden. Zudem hat der Stadtrat eine unabhängige externe Untersuchung beschlossen.
Wil Um offene Rechnungen bezahlen zu können und ihre Liquidität sicherzustellen, beantragte die Stiftung Hof zu Wil bei der Stadt einen Kredit von 3,95 Millionen Franken. Der Stadtrat informierte am Dienstagabend in einer Mitteilung über sein weiteres Vorgehen, um die angespannte Finanzsituation im Wiler Wahrzeichen zu lösen.
Im Rahmen der Beteiligungsaufsicht und der periodischen Berichterstattung habe der Stiftungsrat der Stiftung Hof zu Wil den Stadtrat wiederholt über den Stand des Projekts orientiert. Dabei beurteilte der Stadtrat die Entwicklung und die finanziellen Perspektiven im Verlauf des Projekts grundsätzlich positiv, basierend auf den vom Stiftungsrat bereits eingeleiteten Massnahmen. «Dem Stadtrat wurde kommuniziert, dass sich die Finanzierung des Projekts sowie eine zusätzlich erforderliche Fremdfinanzierung auf gutem Weg befänden», heisst es in der Mitteilung. Auf konkrete Anträge an den Stadtrat sei seitens Stiftungsrat bis August 2026 verzichtet worden. Die inzwischen vorliegende Informationen würden allerdings zeigen, dass die finanzielle Situation deutlich kritischer zu beurteilen sei als bisher angenommen: «Nach den derzeit vorliegenden Informationen besteht unmittelbarer Liquiditätsbedarf. Ohne zusätzliche Liquidität droht die Zahlungsunfähigkeit der Stiftung», schreibt der Stadtrat.
Zur Vermeidung einer ungeordneten Entwicklung beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament deshalb zwei zinslose Darlehen: Drei Millionen Franken für die Verpflichtungen der Stiftung im Zusammenhang mit der dritten Bauetappe und 950'000 Franken für die Betriebsliquidität. Die Darlehen sind jeweils bis zum 31. Dezember 2028 befristet.
Gleichzeitig hat der Stadtrat das Stadtparlament über seinen Entscheid informiert, eine externe Untersuchung durchführen zu lassen, um die Entwicklungen, die zur aktuellen Situation geführt haben, umfassend aufzuarbeiten. Dabei sollen die Ursachen und allfällige Verantwortlichkeiten unabhängig, transparent und ohne Vorverurteilung untersucht werden. Dem Stadtparlament soll bis Ende 2027 ein Zwischenbericht und bis Ende 2028 eine Vorlage über die Ergebnisse der Untersuchung sowie die eingeleiteten Massnahmen, einschliesslich der mittel- und langfristigen Finanzierung, unterbreitet werden.
Linda Bachmann
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