Ramon Gschwend
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20 Tierschutzaktivistinnen und -aktivisten hielten vergangene Woche Mahnwache in Bazenheid.
Bei der Schlachtbetrieb St.Gallen AG in Bazenheid fand vergangene Woche eine Mahnwache für Schweine statt. 20 Aktivistinnen und Aktivisten protestierten zudem gegen die CO₂-Betäubungsmethode. Der Geschäftsführer des Schlachtbetriebs nimmt Stellung.
Bazenheid 20 Tierrechtsaktivistinnen und -aktivisten haben am vergangene Woche eine Mahnwache vor dem Schlachthof in Bazenheid abgehalten. Dabei zündeten sie Kerzen an und machten mit Schildern auf die Schweine aufmerksam, die täglich im Schlachthof getötet werden. Gemäss einer Medienmitteilung der Tierschutzorganisation Animal Rights Schweiz werden solche Mahnwachen seit rund einem Jahr monatlich von engagierten Privatpersonen durchgeführt. «Schweine fühlen genau wie Hunde oder Katzen. Es ist ein Unrecht, dass sie für unseren Konsum zu Tausenden in den Tod gehen müssen», sagt Annina Egli, die die Mahnwachen organisiert. Sie ruft dazu auf, den Schweinen zuliebe auf pflanzliche Alternativprodukte auszuweichen.
Die Aktivistinnen und Aktivisten protestierten zudem mit einem Banner gegen die CO₂-Betäubung, die auch in Bazenheid zum Einsatz kommen soll. Dabei werden Schweine vor der Schlachtung in einen mit Kohlendioxid gefüllten Schacht versenkt. Diese Methode löse bei den Tieren gemäss Animal Rights Schweiz Atemnot, Panik und Schmerzen aus. Bereits 2004 wollte eine EU-Behörde die Methode aus Tierschutzgründen verbieten, heisst es in der Mitteilung der Tierschutzorganisation, weil sie kostengünstig sei, komme sie aber weiterhin zum Einsatz: In der Schweiz würden rund 85 Prozent der Schweine damit betäubt. «Die CO₂-Betäubung ist versteckte Tierquälerei. Wer Schweinefleisch kauft, unterstützt das leider», sagt Céline Schlegel, Geschäftsleiterin von Animal Rights Schweiz, die bei der Aktion dabei war.
Die Schlachtbetrieb St.Gallen AG (SBAG) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der fleischverarbeitenden Betriebe der Ostschweiz unter Beteiligung der Ernst Sutter AG, Micarna SA, Gustav Spiess AG und der Genossenschaft Metzgermeister St.Gallen. Christian Schär, Geschäftsführer der SBAG betont auf Anfrage der Redaktion, die Betäubung mit CO₂ sei eine bewilligte Betäubungsmethode, deren Anwendung in der Verordnung des BLV über den Tierschutz beim Schlachten SR 455.110.2 detailliert geregelt sei. «Wir legen grosse Aufmerksamkeit auf einen schonenden Zutrieb, damit die Schweine ruhig die Betäubungsanlage betreten. Die Anlage ist zudem so eingestellt, dass die Betäubung möglichst rasch erfolgt», führt Schär aus. Die Einhaltung der Tierschutzvorschriften im Schlachtbetrieb St.Gallen werde regelmässig von den Behörden und durch externe Tierschutz-Audits überprüft. Die SBAG verfolge zudem die Entwicklungen alternativer Betäubungsmethoden mit Interesse. Sobald praxistaugliche Alternativen zur Verfügung stünden, würden diese sorgfältig geprüft, so der Geschäftsführer.
Linda Bachmann
"Die Anlage ist zudem so eingestellt, dass die Betäubung möglichst rasch erfolgt" Das Zauberwort ist "möglichst"! Der Geschäftsführer gibt also offen zu, dass Leiden dazu gehört. Zudem ist es eine schwache Ausrede, dass diese Betäubungsmethode legal sei. Wenn man stolz sein muss, kein Krimineller zu sein, hängt die moralische Messlatte wirklich tief!
Peter antworten
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