Arjeta Osmani
absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau.
Der Startschuss ist gefallen - der Verein Flowtrail Tannzapfenland hat am 3. Juli erstmals vorgestellt, woran er schon eineinhalb Jahre arbeitet: In Fischingen soll ein neuer Biketrail entstehen. Zwei Vereinsmitglieder erzählen, welche Hürden das Projekt bereits überwinden musste.
Fischingen Als der Skilift Oberwangen 2018 sein Jubiläum feierte, konnten sich Velofahrer und Biker auf ihrem Zweirad am Lift den Berg hinaufziehen lassen. Neben tollen Erinnerungen setzte sich an diesem Anlass auch eine weitere Idee in den Köpfen von sieben Hinterthurgauer Bikekollegen fest. Anfang 2020 schlossen sich die Freunde zu einer Projektgruppe zusammen. Ihr Plan: Im Tannzapfenland soll ein neuer Biketrail entstehen.
«Wir wollen für die Mountainbiker ein attraktives Angebot schaffen», so Daniel Schoch, Präsident des Vereins Flowtrail Tannzapfenland. «Der Trail soll für die jüngeren und die erfahrenen Biker gleichermassen ansprechend sein.» Geplant seien 4.7 Kilometer Up- und Downhill, aufgeteilt in eine Haupt- und eine Zusatzroute. Auf der Suche nach der geeignetsten Route haben die Mitglieder der Projektgruppe eigens den Wald durchkämmt. «Wir sind in Zweiergrüppchen ausgeschwärmt und haben die Strecken abgelaufen», erzählt Vereinsmitglied Agnes Hürlimann. Nach einer Vororientierung auf Kantonsebene eignete sich die Bikergruppe auf den Standort rund um den Vitaparcour. Diese Umgebung sei für einen abwechslungsreichen Rundkurs optimal geeignet und erfülle auch das Kriterium der Erreichbarkeit, so Schoch. Ein professionelles Trailbau-Unternehmen habe das Konzept ausgearbeitet, unter Berücksichtigung von Planungsvoraussetzungen wie Vegetation, Topographie und Bodenbeschaffenheit.
Anfang Herbst 2020 habe der Verein alle Anspruchsgruppen an den «runden Tisch» eingeladen, um ihnen das Vorprojekt vorzustellen, so der Präsident des Bikevereins. Darunter seien auch die Gemeinde, die Jagdpächter, das Forstamt und eine Naturschutzorganisation gewesen. «Die Resonanz zum geplanten Projekt war grösstenteils positiv», freut sich Agnes Hürlimann. Der Forstwart begrüsse den vorgesehenen Standort, zumal es sich um eine Freizeitzone und den heutigen Vita- Parcours handle. Hürlimann betont: «Der Trail soll nur mit bestehendem Material gebaut werden - wir planen nachhaltig.» Trotzdem seien skeptische Gegenstimmen nicht ausgeblieben. «Die Jagdpächter haben Bedenken bezüglich der Störung des Wildes geäussert», erklärt Hürlimann. «Dies vor allem auf einem bestimmten Streckenabschnitt.» Schliesslich hätten sich die Beteiligten jedoch auf einen Kompromiss einigen können und haben den Biketrail angepasst. Finanziert haben die Vereinsmitglieder das Projekt bisher grösstenteils selbst. Für die weiteren Projektierungs- und Umsetzungsphasen setzen sie auf Gönnerbeiträge und ein Crowd- funding. Letzteres wird gestartet, sobald die ausstehende Bauanfrage beantwortet und das Baubewilligungsverfahren eingeleitet ist.
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