Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Haarspray, Lampenfieber und italienischer Glamour: Die Niederuzwiler Friseurin Paola Tonello reist als eine von drei Schweizer Stylistinnen an die Miss Europe Continental nach Neapel. Ein Traum, der für sie wahr wird.
Niederuzwil/Neapel «Als die Anfrage über Instagram kam, war ich erst überrascht», erinnert sich Paola Tonello. Die Uzwiler Friseurin wurde von Mario Matteo Gallo, Manager der Misswahl «Miss Europe Continental» in Neapel, kontaktiert. «Er sah die Bilder auf meinem Instagramkanal und schrieb mich daraufhin an, ob ich nicht als Stylistin an der diesjährigen Misswahl mitwirken möchte», erzählt Tonello voller Vorfreude. Weil die Nachricht auf Italienisch verfasst war, war Tonello zunächst etwas misstrauisch. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Manager war diese jedoch rasch verflogen. «Für mich wird ein Traum wahr. Ich freue mich riesig auf die Herausforderung», sagt Paloa Tonello.
Die «Miss Europe Continental» ist ein internationaler Schönheitswettbewerb, der am 24. November zum zwölften Mal in Neapel stattfindet. «Ziel der Misswahl ist es, die europäische Kultur und die weibliche Schönheit durch italienische Mode zu feiern», weiss Paola Tonello. Als Hairstylistin wird sie einen wichtigen Teil dazu beitragen, wie die Kandidatin sich am Wettbewerb präsentiert. «Die Misswahlteilnehmerinnen werden sehr nervös sein. Da ist es besonders wichtig, dass sie sich schnell wohl bei mir fühlt», betont die Niederuzwilerin. Viel Zeit, um sich kennenzulernen, bleibt aber nicht: «Einen Tag vor der Misswahl wird ausgelost, welche Kandidatin welchem Stylistenteam zugeteilt wird.» Eine Herausforderung, der Paola Tonello mit Vorfreude entgegenfiebert. «Jedes Haar hat eine andere Beschaffenheit. Ich weiss nicht, was am Ende auf mich zukommt.» Dies mache jedoch die Vorbereitung umso schwieriger.
«Ganz ohne Vorbereitung kann ich nicht nach Neapel reisen», gibt Paloa Tonello zu. Doch wie bereitet man sich auf etwas vor, wenn man noch nicht weiss, was auf einen zukommt? Seit Mai weiss die 52-Jährige, dass sie an der Misswahl als Stylistin mitarbeiten wird. «Das gab mir genug Zeit, mich mit den aktuellen Modetrends auseinanderzusetzen», verrät Tonello. «Die Frisur, das Make-up und das Kleid sollen am Ende ein Gesamtpaket bilden. Das Styling ist sozusagen ein Schmuckstück für das Model», weiss sie. Ich habe verschiedene Styling-Varianten – etwa die Hollywood-Welle – bei Kundinnen ausprobiert», lacht die 52-Jährige. «Ich bin motiviert, Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln», sagt die Friseurin entschlossen.
Um als Stylistin am Schönheitswettbewerb teilnehmen zu können, muss man italienische Wurzeln haben. «Meine Familie kommt aus Caserta. Ich freue mich riesig, den Besuch bei ihnen mit dem Wett-bewerb verbinden zu können», erzählt Paola Tonello. Es sei bereits sieben Jahre her, dass sie ihre Familie das letzte Mal in Italien besuchte. «Es wird so schön, meiner Familie von den Erlebnissen der Misswahl berichten zu können», freut sie sich. Alleine reisen muss die Niederuzwilerin dennoch nicht: «Meine Lehrtochter und meine Mitarbeiterin werden mich auf meiner Reisebegleiten.» So sei es auch für das Team der «Haar Galerie» ein Abenteuer.
«Wir werden auch Interviews haben und vor der Kamera stehen», freut sich Paola Tonello. Denn anders als bei Veranstaltungen, bei denen sie in der Schweiz mitwirkte, stehen hier auch die Stylisten im Vordergrund. «Ich finde das sehr aufregend und hoffe, mein Italienisch lässt mich nicht im Stich», lacht sie. Die Anerkennung für ihre Arbeit in dieser Form zu bekommen, schätzt sie jedoch sehr. «Ich mache diesen Beruf seit 36 Jahren und dies jeden Tag mit Herzblut», betont die Friseurin. «Die Möglichkeit, in die Welt der Misswahl einzutauchen, ist grossartig und ich weiss jetzt schon, dass ich die Gelegenheit auch ein zweites Mal ergreifen würde.»
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